buurezmorgen

An der Parteiversammlung der SVP Dübendorf war die Parolenfassung für die Abstimmungen vom 27. September der Schwerpunkt. Besonders intensiv wurde von den zahlreichen Anwesenden das Thema Vaterschaftsurlaub diskutiert.

Dass es schön ist, mit der Familie Zeit zu verbringen, wird von niemandem bestritten. Dass es aber nur möglich sein soll, ein guter «Papi» zu sein, wenn der Staat freie Tage spendiert und die Allgemeinheit mittels zusätzlicher Lohnabzüge dafür aufkommen muss, ist nicht im Sinne der Anwesenden. Eine intensive «Vater-Kind-Beziehung» ist weitestgehend eine Sache des Engagements sowie der persönlichen Prioritätensetzung und das über Jahre hinweg. Da braucht es schon mehr, als von der Allgemeinheit ein paar bezahlte freie Tage einzufordern. Wie man anhand der Erfahrungen in Deutschland nachweisen kann, ändert sich aufgrund eines verordneten Vaterschaftsurlaubs nichts an der Rollenverteilung, wie die Initianten behaupten. Wo der Wille fehlt, die Partnerin zu entlasten, da hilft auch die „Papizeit“ nicht oder anders gesagt, wo dieser Wille da ist, da braucht es sie schlicht nicht. Angesichts der wachsenden Ausgaben im Sozial- und Gesundheitswesen sollten weitere Ansprüche an den Staat, welche durch die Bürgerinnen und Bürger sowie durch die KMU finanziert werden müssen, nur noch in wirklichen Notsituationen gestellt werden, nicht aber in Bereichen, wo es einfach angenehm und schön wäre.

Bereits heute gibt es Lösungen, die auf Eigenverantwortung basieren. Darauf gilt es zu setzen, denn Ideen gibt es in Fülle: Freiwillige Vorsorge für einen Elternurlaub, Arbeitsverträge und Vereinbarungen, die das Recht auf unbezahlten Urlaub enthalten usw. Nicht ausser Acht gelassen sollte der Umstand, dass die Ferienansprüche wesentlich höher sind als noch vor Jahren und es wohl in den meisten Fällen arrangiert werden kann, einen Teil davon auf den Geburtstermin zu legen, sofern das dann von der Partnerin überhaupt gewünscht wird. Viele Unternehmen haben den Vaterschaftsurlaub als Wettbewerbsvorteil entdeckt und die heutige Generation hat weniger Hemmungen ihre Bedürfnisse einzubringen. Mehr Papi- und/oder Familienzeit ist möglich, ohne dass die maroden Staatskassen weiter belastet werden. Mit offenen Augen steuern wir – jetzt wegen Corona noch massiv schneller – auf ein finanzielles Desaster zu. In einer solchen Situation den Bürgerinnen und Bürgern weitere Abgaben aufzubürden, nur weil man etwas gerne hätte, ist verantwortungslos.

Diese Argumente überzeugten und nach lebhafter Debatte sagte die Versammlung Nein zum Vaterschaftsurlaub.

SVP Dübendorf

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