buurezmorgen

Beim Lehrplan 21 ist das Fach Medien und Informatik ein Thema. Deshalb muss die Schule zusätzliche Geräte anschaffen, gleichzeitig sind alte zu ersetzen. So weit so gut.

Die Parteiversammlung der SVP Dübendorf hat zum vorliegenden Geschäft die NEIN Parole gefasst. Nicht, weil sich die SVP gegen Informatik in der Schule wehrt, sondern weil das Ausmass der Beschaffung sogar über der höchsten Empfehlung des Kantons liegen soll.

Die Kantonale Bildungsdirektion sieht nicht vor, dass Primarschulkinder eigene Geräte besitzen und diese nach Hause nehmen und damit Aufgaben erledigen sollen. Erst ab der Oberstufe wird das empfohlen. Die Primarschule Dübendorf hat bestätigt, dass sie es ebenso handhabt. Das ist der Grund, weshalb gemäss Bildungsdirektion keine 1:1 Ausstattung notwendig ist, sondern maximal 1:2. Es gibt durchaus auch sparsame Schulen, die 1:3 oder 1:4 Lösungen gewählt haben.

Da gemäss Lehrplan 21 erst ab der 5. Klasse das Fach Medien und Informatik fix für eine Lektion pro Woche im Stundenplan steht, wäre zu erwarten, dass sich auch Dübendorf mit der Variante 1:2 zufrieden gibt und nicht auf 1:1 beharrt. D.h. ein Gerät pro 2 Schülerinnen oder Schüler. Eine Koordination der Stundenpläne zwischen zwei Klassen dürfte eine Kleinigkeit sein.

Die meisten Gemeinden halten sich an die Empfehlung des Kantons und schaffen ein Gerät pro zwei Schülerinnen und Schülern an, z.B. Kloten, Bülach, Uster oder Adliswil. Trotzdem herrscht bei der Politik die Meinung vor, dass man mit den Steuergeldern lieber übers Ziel hinausschiesst und eine Luxus-Variante vorsieht, die stolze CHF 480‘000 mehr kostet.

Neben den finanziellen Aspekten sprechen für eine 1:2 Lösung auch ökologische, gesundheitliche (Strahlung) und pädagogische Aspekte. Letzterer besteht darin, dass 10-bis 12-jährige Kinder lernen etwas zu teilen und gemeinschaftlich sorgsam damit umzugehen.

Die SVP bedauert, dass das Parlament nicht einem tragbaren Kompromiss zugestimmt hat, sondern die Luxus-Variante (1:1) zur Abstimmung bringt. Zu dieser sieht sie sich gezwungen, NEIN zu sagen.

Patrick Walder, Präsident SVP Dübendorf