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Keine flächendeckende Installierung von Tempo-30-Zonen in Dübendorf
Mit der Annahme dieser Vorlage wird der Stadtrat ermächtigt, in Eigenkompetenz 16 neue Tempo-30-Zonen in Dübendorf zu realisieren. Zusammen mit den bereits bestehenden und separat beschlossenen Zonen sind es dann 22 Tempo-30-Zonen, also eine flächendeckende oder zumindest grossflächige Ausbreitung von Tempo 30 in Dübendorf.

Signalisationswirrwarr und schwierige Orientierung - Fussgängerstreifen werden in diesen Zonen grösstenteils entfernt
Eine dermassen grossflächige Ausdehnung der 30er-Zonen fordert beim Autofahren die permanente Aufmerksamkeit auf dieses Thema und lenkt womöglich von anderen, schwerwiegenderen Gefahren ab. Für Kinder kann es schwierig sein, zu erfassen, was wo gilt, gerade auch wegen fehlender Fussgängerstreifen. In vielen der vorgesehenen Zonen läuft der Verkehr bei Tempo 50 problemlos, wie die Studien aufzeigen. Durch die vom Stadtrat vorgeschlagene Dichte von 30er-Zonen wird Dübendorf auch auf vermeintlichen Durchfahrtstrassen für Jedermann zur Bussenfalle.

Minderheit will differenzierteres Vorgehen und keine Vorlage ohne Wahlmöglichkeit
Die Gemeinderatsminderheit ist nicht kategorisch gegen 30er-Zonen, will aber ein differenzierteres Vorgehen. Das heisst, punktuelle, sinnvolle 30er-Zonen können eingerichtet werden. Z.B. bei Schulen und Kindergärten und/oder wenn eindeutige Sicherheitsaspekte oder Geschwindigkeitsüberschreitungen vorliegen. Die Projekte sollen vom Stadtrat jeweils dem Parlament vorgelegt werden, damit sie breit und demokratisch diskutiert werden können. Dieses pragmatische Vorgehen wurde in der Stadt Uster gewählt, wo sich eine praktisch identische Ausgangslage stellte.

Eine Verhinderung von unliebsamen Projekten ist nach Annahme der Vorlage unrealistisch
Wird dieser Vorlage zugestimmt, ist die grossflächige Installierung von Tempo 30 in Dübendorf faktisch beschlossen. Die Erfolgsaussichten, auf dem Rekursweg einzelne Projekte verhindern zu können, sind nachweislich äusserst minim.

 

Wer mit punktuellen Tempo-30-Zonen einverstanden ist, nicht aber mit allen 16 geplanten Zonen, der hat jetzt die letzte Chance, NEIN zu sagen!

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