Replik auf Publikation im Glattaler vom 29. Oktober 2021
Die Sicherheitsabteilung der Stadt Dübendorf wandelt sich immer mehr zu einem Amt des Schreckens für Autofahrerinnen und Autofahrer, Vereinsangehörige sowie arbeits- und leistungswillige Einwohnerinnen und Einwohner. Unter Federführung von Stadtrat Hanspeter Schmid wurde die vor zwei Jahren vom Gemeinderat mit logisch nachvollziehbaren Zielen beschlossene Parkplatzverordnung in eine «Schreckens-Vorlage» umgewandelt, welche neben den Besuchenden von Veranstaltungen und den Vereinsangehörigen vor allem die Autofahrer stark getroffen hat. Dann entschied der Stadtrat unter seiner Zuständigkeit, dass das Stadtzentrum grossflächig in eine Tempo 30 Zone umgewandelt werden soll, obwohl der Stadtrat seit Jahren weiss, dass die Dübendorfer Bevölkerung keine grossflächigen Tempo 30 Zonen will. Und nun setzt der Sicherheitsvorstand, pünktlich zum Halloween, dem Ganzen noch die Krone auf.
Ab sofort sollen die Kriterien für die Abgabe von Anwohnerparkkarten für Personenwagen und Firmenbusse geändert werden. Hart schuftende Berufsleute, die auf dem Bau als Arbeiter oder Monteure arbeiten, werden anhand der neuen Kriterien von Sicherheitsvorstand Hanspeter Schmid diskriminiert und ausgegrenzt. In der Publikation im Glattaler von vergangenem Freitag steht, dass Personen, die ein Geschäftsfahrzeug besitzen, eine Parkkarte beziehen können. Das gilt aber nicht für Busse und Lieferwagen oder Handwerker-Fahrzeuge. Wenn ein Aussendienstmitarbeiter den Firmenwagen – meistens ein Personenwagen – am Abend mit nach Hause nimmt, um damit am nächsten Morgen direkt zum Kunden zu fahren, bekommt er eine Anwohnerparkkarte. Ein «Büezer» im Übergwändli, der den Firmenbus mit nach Hause nimmt, um am nächsten Morgen in aller Frühe auf die Baustelle zu fahren, bekommt keine Parkkarte. Und dies, obwohl beide im gleichen Haus wohnen und beide in Dübendorf Steuern zahlen. Damit wir uns richtig verstehen, beide Parkkarten sind kostenpflichtig, aber dem «Büezer» wird der Bezug einer solchen verweigert.
Was überlegen Leute, die dermassen asoziale Verordnungen erlassen? Wenn jeder «Büezer», als Konsequenz der Verordnungsänderung, zuerst mit dem privaten Auto ins Geschäft fahren muss, um dort seinen Lieferwagen abzuholen, ist das zudem ökonomischer und ökologischer Unsinn. Die SVP/EDU-Fraktion fordert den Stadtrat auf, solche diskriminierenden und gewerbefeindlichen Massnahmen der Abteilung Sicherheit sofort zu unterbinden und faire, nachvollziehbare Lösungen aufzuzeigen. Aktive Diskriminierung der hart arbeitenden Bevölkerung kennt man bisher nur aus den Grossstädten. Man muss sich fragen, was nur aus unserem Dübendorf geworden ist oder zu werden droht.
Gemeinderatsfraktion SVP/EDU



