
Patrick Walder, Präsident der SVP Dübendorf und Nationalratskandidat, konnte gegen 100 interessierte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Leepünt-Saal in Dübendorf begrüssen, rund die Hälfte unter 30 Jahre alt, davon sieben Repräsentanten der Jungen SVP. Nach seinem Grusswort und der kurzen persönlichen Vorstellung als Nationalratskandidat erhielten Jacqueline Hofer und Benjamin Fischer ebenfalls Gelegenheit, sich als Kandidaten vorzustellen.
Darauf folgte ein Referat von Bruno Walliser, Gemeindepräsident von Volketswil und ebenfalls Nationalratskandidat. Er verwies mit Stolz auf die politische und wirtschaftliche Situation in Volketswil. Mit dem ausserordentlich hohen Wähleranteil der SVP von über 45 % und einem rein bürgerlichen Gemeinderat sei es gelungen, die Infrastruktur auf einem modernen Stand und den Steuersatz tief zu halten, dies trotz der im kantonalen Vergleich unterdurchschnittlichen Steuerkraft. Das Beispiel Volketswil zeige, dass es mit einer schlanken, effizienten Verwaltung, Sinn für das Machbare und Ausgabendisziplin möglich sei, gute Politik zum Wohle Aller zu machen. Voraussetzungen dafür seien, und damit leitete er auf die Bundespolitik über, dass man die Entscheidungsfreiheit besitze und sich die Politiker der Allgemeinheit verpflichtet fühlen. Für ihn sei es unverständlich und schwer erträglich mitansehen zu müssen, wie die Grundpfeiler des Schweizer Erfolgsmodells sukzessive preisgegeben würden, insbesondere vis à vis der EU. Die Missachtung des Volkswillens durch Bundesrat und Parlament bezeichnete er als skandalös. Damit diesem unwürdigen Treiben ein Ende gesetzt werden könne, sei es zentral, dass die SVP bei den Wahlen im Herbst gestärkt werde. Sie stehe als einzige Partei ohne Wenn und Aber zu den entscheidenden Grundwerten der Schweiz.
Roger Köppel, Ehrengast und Hauptredner der Veranstaltung, erklärte mit vielen Anekdoten in freier Rede, dass Unabhängigkeit und Weltoffenheit zusammengehören. Das habe er schon als Kind in Kloten gemerkt, wo der internationale Flughafen und die alteingesessene Dorfbeiz „Sternen“ in enger Nachbarschaft bestens harmonierten. Die schweizerische Unabhängigkeit bezeichnete er sogar als Voraussetzung der Weltoffenheit. Die Schweiz müsse politisch selbstbestimmt bleiben, damit sie selber massgeschneiderte Lösungen für ihre Probleme finden könne. Auf keinen Fall dürfe sie sich enger an die EU anbinden. Er erzählte von einer Begegnung mit dem damaligen deutschen Kanzler Schröder. Auf die Frage, ob die Schweiz nicht irgendwann der EU beitreten solle, brach Schröder in Gelächter aus: „Machen Sie diesen Fehler auf keinen Fall“. Ausgehend von diesen Gedanken beschrieb Köppel, wie heute in Bundesbern heimlich der EU-Beitritt betrieben werde, wie Volksentscheide mit Füssen getreten würden, wie eben die Unabhängigkeit beschnitten werde. Er zeigte auf, wie der Bundesrat durch den angestrebten „Rahmenvertrag“ der Schweiz mit der EU eine Art Neuauflage des einst abgelehnten EWR im Sinn habe. Es sei enorm wichtig, diesen Rahmenvertrag zu verhindern. Hierbei mitzuhelfen sei Köppels Motivation gewesen, die „Sicherheit der Schreibstube“ zu verlassen und in die aktive Politik einzusteigen. Man könne da einfach nicht mehr länger von der Seitenlinie zuschauen. Er sagte, es reiche heute nicht mehr, an Sachabstimmungen teilzunehmen, weil die aktuelle linke Mehrheit in Bern die unliebsamen Volksentscheide mit allen Mitteln umgehe. Die Wähler seien deshalb gefordert. Sie müssen Leute nach Bern schicken, „die sich nicht für die Schweiz entschuldigen, sondern die zur Schweiz stehen.“ Es sei eigentlich himmeltraurig, dass die SVP heute die einzige Partei sei, die voll zur Schweiz stehe. Trotzdem müsse die bürgerliche Zusammenarbeit immer gesucht werden.
Köppel liess keinen Zweifel daran, dass er sich für einen jener Politiker hält, die im Herbst nach Bern geschickt werden sollen. Sein etwa 45-minütiges Referat wurde mit grossem Applaus honoriert.
Anschliessend an die Veranstaltung standen alle Nationalratskandidaten dem interessierten Publikum persönlich für Fragen zur Verfügung.
Paul Steiner, Gemeinderat SVP, Dübendorf



